Dunkle Materie

Spuren und Gewalt, Kunst und Aktion. Eine Begegnung zur Dringlichkeit von Erinnnerung.

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Die von der Künstlerin Mariana Castillo Deball und der Kulturwissenschaftlerin Anne Huffschmid kuratierte Konferenz eröffnet ein transdisziplinäres Gespräch zwischen Anthropolog*innen und Kunstschaffenden, Forensikern, Autoren und Kuratoren aus verschiedenen Regionen über die Spuren extremer Gewalt in Vergangenheit und Gegenwart.

Wir möchten das Wissen und die Sprachen der Künste und anderer Praxen in einem kollektiven Lernprozess zusammenbringen, der um Erfahrungen und Verarbeitung von Terror und sozialen Traumata kreist: Dabei geht es um Einschreibungen der Gewalt und um (Gegen)Monumente, um Figuren wie das Museum oder das Archiv, und um den – verwundeten, toten oder verschwundenen – Körper.

Die von der Künstlerin Mariana Castillo Deball und der Kulturwissenschaftlerin Anne Huffschmid kuratierte Konferenz eröffnet ein transdisziplinäres Gespräch zwischen Anthropolog*innen und Kunstschaffenden, Forensikern, Autoren und Kuratoren aus verschiedenen Regionen über die Spuren und Verarbeitung extremer Gewalt in Vergangenheit und Gegenwart. Was uns zwischen Deutschland und Mexiko verbindet, ist die Dringlichkeit, uns die Gewalt ‘zu vergegenwärtigen’, mit Mitteln der Kunst, der Forensik und der Wissensproduktion. Dazu möchten wir möchten das Wissen und die Sprachen der Künste und anderer Praxen in einem kollektiven Lernprozess zusammenbringen: Dabei geht es um Spuren, um Erinnerungsarbeit und (Gegen)Monumente, um Figuren wie das Museum oder das Archiv, und um den – verwundeten, toten oder verschwundenen – Körper. Diese Fragen stellen sich besonders angesichts des verstörenden Werkes von Otto Dix, dessen Thema der Zerfall des Menschlichen in der Barbarei der Kriege war.
Der Austausch ist in einer Reihe von Gesprächsrunden zwischen den Kuratorinnen und ihren Gästen entlang der folgenden Themen organisiert:
* Die Materialität der Gewalt: die Überreste und die Namen
Inwiefern können wir die forensische Archäologie und Anthropologie als Erinnerungsarbeit verstehen, zwischen namenlosen Knochen und körperlosen Namen: die Verschwundenen?
* Architekturen der Erinnerung: Formen der Archivierung, Aktualisierung und Ausstellung von Gewalt
Welche Funktionen und Sinneffekte haben jene Stätten und Museen, die die Marker und Artefakte der Erinnerung archivieren, institutionalisieren und ausstellen – und sie so zur Museografie werden lassen?
* Körper und Abwesenheit, Kunst und Rekonstruktion
Welche Möglichkeiten hat die Kunst, sich dem verwundeten – oder abwesenden – Körper zu nähern, also das sichtbar zu machen, was die Einzelnen und die Gesellschaft lieber vergessen würden?
* Gedenkstätten für die Gegenwart?
Wenn der Terror keine Schicht der Vergangenheit mehr ist, sondern in der Gegenwart geschieht, dann geht es weniger um die Versuchung des Vergessens als um die der Normalisierung. Wie lässt sich markieren und erinnern, was hier und heute geschieht?“