Solidarität mit geflüchteten Menschen und Migrant_innen in Mexiko und Deutschland
Mobile Kinovorführung mit dem Dokumentarfilm „Vacrucis Migrante“ und dem Kurzfilm „Samira“, aufgenommen in Tenosique und Hamburg
Sechs Jahre nach dem Massaker von San Fernando: Der Dokumentarfilm “Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen” und der Kurzfilm “Samira” erzählen Geschichten von geflüchteten Personen und Migrant_innen in Mexiko und Deutschland. Die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, die Migrantenherberge La72 und der Filmemacher Hauke Lorenz laden die Bevölkerung von Tenosique zu einer Freiluftvorstellung mit einem mobilen Kino ein. Nach der Vorstellung werden sie über Solidarität mit Migrant_innen in Deutschland und Mexiko diskutieren.
Zwei deutsche Regisseure haben Filme gedreht, die zur Solidarität mit Geflüchteten und Migrant_innen in Lateinamerika und Europa aufrufen. Im Rahmen des „Deutschlandjahres in Mexiko“ und mit der Unterstützung des Matching Funds des Deutschlandjahres zeigen sie ihre Produktionen dem hiesigen Publikum.
Mit dem Kurzfilm „Samira“ (Regie: Charlotte A. Rolfes) und dem Dokumentarfilm „Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen“ (Regie: Hauke Lorenz) lenken die Filmemacher den Blick auf die Gesichter von Flucht und Migration in Mexiko und Deutschland und geben den Menschen eine Stimme. „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein; sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“ (Johann Wolfgang von Goethe).Mit diesem Zitat beginnt das Regiestatement von Charlotte A. Rolfes zu „Samira“. Ihr kurzer Spielfilm ist innerhalb des Masterstudiums Film an der Hamburg Media School entstanden. Dem Leitspruch Goethes fühlen sich beide Filmemacher verpflichtet. Der Film erzählt von einem Hamburger Dolmetscher, der bei einem Polizeieinsatz im Hafen zu Hilfe gerufen wird. Er soll die Festnahme einer verzweifelten Afrikanerin unterstützen. Ein Routinejob, der plötzlich weit über seine bisherigen Vorstellungen hinausgeht. Der Langfilm „Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen“ von Hauke Lorenz lässt Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala auf ihrem langen, beschwerlichen Weg durch Mexiko in das „Gelobte Land“ – die USA – zu Wort kommen. Sein Hauptschauplatz ist die Migrantenherberge „La72“. Beide Filme lassen die Zuschauer in eine Welt eintauchen, die für die meisten Bewohner – nicht nur der Drehorte Hamburg und Tenosique – zwar durch die Medien präsent aber von der eigenen Realität weit entfernt ist. Sinopsis. Samira, von Charlotte A. Rolfes, D 2015, 17 Min. Janosch, ein Dolmetscher, wird zu einem Polizeieinsatz am Hamburger Hafen gerufen. Eine junge Afrikanerin hat sich auf einem Frachter verbarrikadiert und droht damit, sich umzubringen. Um sie zur Aufgabe zu bewegen, verspricht ihr Janosch seine Hilfe, die plötzlich weit über das hinausgeht, was er sich vorgestellt hat. Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen, von Hauke Lorenz, D 2015, 61 Min
„Viacrucis Migrante“ ist ein Dokumentarfilm über Männer, Frauen und Kinder, die vor den existenziell bedrohlichen Verhältnissen in ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Guatemala Richtung Norden fliehen. Sie begeben sich auf eine lebensgefährliche Reise mit ungewissem Ausgang. Kurz hinter der südmexikanischen Grenze finden sie eine Herberge mit Menschen, die ihnen dabei helfen, das Martyrium der mindestens 1.700 Kilometer langen Reise Richtung USA zu überstehen.
Der Film ist eine Koproduktion von Hauke Lorenz und TIDE – Hamburgs Community Sender und Ausbildungskanal. Er ist in Kooperation mit der Migrantenherberge La72 entstanden. Hauke Lorenz wird seinen Film präsentieren und anschließend darüber diskutieren.
Dieses Projekt wird im Rahmen des Deutschlandjahres 2016 – 2017 durch den Matching Funds gefördert.

SAMIRA_Familie_HamburgMediaSchool
